Rita

Dass der Markenkern – finest knitwear – nie in Zweifel stand und sich Material, Passform und Verarbeitung stets auf höchstem Niveau bewegen, daran hat Rita ihren Anteil. Die diplomierte Textilingenieurin ist seit 1982 als Head of Quality Management bei MAERZ Muenchen tätig.

Rita, du hast sogar noch die Gründerfamilie miterlebt. Wie hat sie die Marke und deinen Berufsweg geprägt?

Günther März, der Sohn der Gründer Wolfgang und Thea März, war mein erster Chef. Wie seine Eltern war auch er innovationsfreudig und investierte stets in neueste Technologien. Dabei ließ er nicht locker, bis das gewünschte Resultat erzielt war. Er war ein Perfektionist im positiven Sinn, jede Masche musste sauber verstrickt sein. Ich selbst bin auch ein sehr genauer Mensch, insofern hat mich Günther März in meiner Arbeitsweise bestärkt.

Die Entwicklung unseres Erfolgspullovers für Herren, dem „Merino Superwash", fiel in eure gemeinsame Zeit … wie war das?

Ja, und es war ein weiter Weg bis zu dem inzwischen so ausgereiften Ergebnis. Ich habe noch alte Musterteile, an denen der Vergleich deutlich wird. Wolle mit glatter Oberfläche und leichtem Glanz, die die Maschinenwäsche schadlos übersteht, pflegeleicht und formbeständig ist, das war damals ein echtes Novum. Heute ist das Kriterium der Waschbarkeit noch wichtiger geworden. Unser Original Merino Superwash ist und bleibt fester Kollektionsbestandteil, wir entwickeln sowohl das Garn als auch Look & Feel permanent weiter.

Seit dem Marken-Relaunch 2013 ist MAERZ Muenchen erkennbar modischer geworden. Wie hat das deine Arbeit verändert?

Die Vielfalt an modischen Garnen ist größer geworden, wodurch mein Team und ich häufiger Anforderungsprofile für neue Materialien erstellen und prüfen, ob diese eingehalten werden. Unsere Messlatte ist hoch. Was wir aber natürlich nicht erwarten können, ist, dass alle Produkte die gleichen Trage – und Pflegeeigenschaften wie unser Merino Superwash aufweisen. Gröbere Garne oder Effektgarne zum Beispiel, wie sie bei unseren Damenpullovern aus Baby Alpaka zum Einsatz kommen, werden lockerer gestrickt und weicher ausgerüstet. Da lässt sich Pilling nicht ganz vermeiden. Aber wir sehen das als Herausforderung und tun weiterhin alles für unsere einzigartige Qualität.

Wie sieht darüber hinaus ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Jeder Tag ist anders. Ich teste unsere Garnauswahl und stehe in regem Kontakt zu Spinnereien, um gemeinsam Entwicklungen voranzubringen. Mindestens einmal im Monat bin ich in unserer eigenen Strickerei in Ungarn, um dort die Abläufe weiter zu optimieren. Unsere Abteilung führt Tests an Garnen und Gestricken durch sowie Tragetests, die unsere Passformen und Trageeigenschaften überprüfen. Zudem legen wir die Pflegeempfehlungen fest, sodass unsere MAERZ Muenchen Kunden lange Freude an unseren Produkten haben.

Was ist dein Lieblingsteil von MAERZ Muenchen?

Da ich viel reise, brauche ich unkomplizierte und strapazierfähige Kleidungsstücke, in denen ich immer gepflegt aussehe. In meinem Koffer findet sich daher immer unser Blazer in Milano Rib.